ENRAF NONIUS Sonopuls 492 | Elektro-, Ultraschall & Simultantherapie
LIEFERUMFANG
- 1 Sonopuls 492
- 1 Elastik-Gewebeband 7,6 x 60 cm, weiß
- 1 Elastik-Gewebeband 7,6 x 90 cm, weiß
- 2 Patientenkabel (mit farbigen Clips)
- 4 Plattenelektroden 6 x 8 cm
- 4 Viskosetaschen für Plattenelektroden
- 1 Ultraschall Behandlungskopf groß (5 cm²)
- 1 Halterung für Behandlungskopf
- 1 Ultraschallgel 250 ml
- 1 Netzkabel 230 V
- 1 Gerätesockel (zum Ausgleich der Geräteneigung)
- 1 Gebrauchsanweisung (CD)
- 1 Informationsbroschüre
EIN ÜBERBLICK ÜBER DIE ELEKTROTHERAPIE
Die Elektrotherapie ist ein wichtiger Baustein der physikalischen Therapie. Reizströme werden über Elektroden (Platten-, Klebe-, Vakuum- oder Spezialelektroden wie z.B. Punkt- oder Kissenelektroden, auf den zu behandelten Bereich/Gewebe aufgebracht. Nicht wenige Elektrotherapiegeräte geben heutE Reizströme nicht mehr in der Form ab die in den Lehrbüchern zu finden ist. PHYSIOMED steht für therapeutischen Erfolg. Es wird ausschließlich, ein sauberer Strom abgegeben. Damit erreichen Sie mit PHYSIOMED-Geräten einen besseren Therapieerfolg.
Je nach Stromform und Auswahl der Parameter, wie z. B. Impulsform, Impulsdauer, Pausenzeit, Frequenz, Intensität, können Reizströme folgende Wirkungen im Behandlungsgebiet hervorrufen:
WIRKUNG DER ELEKTROTHERAPIE
SCHMERZLINDERNDE WIRKUNG
- Gate-Control-Mechanismus: Reizleitung schneller Nervenfasern (Aβ-Fasern) hemmt die Weiterleitung von Schmerzsignalen (Aδ- und C-Fasern) im Rückenmark.
- Endorphinausschüttung: Bestimmte Frequenzen (z. B. bei TENS) regen die körpereigene Produktion von Endorphinen an.
- Durchblutungsförderung: Verbesserte Sauerstoff- und Nährstoffversorgung kann Schmerzen lindern
DURCHBLUTUNGSSTEIGERUNG
- Vasodilatation: Elektrische Reize fördern die Weitstellung von Blutgefäßen.
- Verbesserte Mikrozirkulation: Mehr Sauerstoff im Gewebe, Abtransport von Stoffwechselprodukten.
MUSKELWIRKUNG
- Muskelstimulation (EMS): Aktivierung motorischer Nerven → Muskelkontraktion.
- Prävention von Muskelatrophie: Besonders wichtig bei Immobilisation oder nach Operationen.
- Kräftigung und Tonusregulation: Kann hyper- oder hypotonen Muskelzustand regulieren.
ÖDEM- UND SCHWELLUNGSABBAU
- Förderung des Lymphflusses: Rhythmische Muskelkontraktionen unterstützen den Abtransport von Gewebsflüssigkeit.
- Elektrophorese: Gezielte Einbringung von Medikamenten ins Gewebe (iontophoretischer Effekt).
BEEINFLUSSUNG DES NERVENSYSTEMS
- Erregbarkeit von Nerven: Abhängig von der Stromform kann die Nervenleitfähigkeit gesteigert oder gehemmt werden.
- Vegetative Wirkung: Einfluss auf Sympathikus und Parasympathikus, z. B. Entspannung oder Aktivierung.
GEWEBEREPARATUR UND HEILUNG
- Stimulation der Zellaktivität: Förderung von Fibroblasten und Kollagenbildung.
- Beschleunigung der Wundheilung: Besonders bei bestimmten Mikroströmen (Mikrostromtherapie).
ANWENDUNGSGEBIETE DER ELEKTROTHERAPIE
- Schmerzdämpfung
- Rückenschmerzen, Arthrose, Tennisarm
- Ödeme, Entzündungen, Wundheilung auch in Kombination mit Lymphdrainage
- Rehabilitation neurologischer Erkrankungen wie Schlaganfall oder auch Inkontinenz
- Durchblutungsforderung und Trophikverbesserung
- Nervenstimulation
- Lähmungsbehandlung
- Muskelaufbau, Stimulation, Erhalt
- Muskuläre Detonisierung
- Iontophorese
KLASSIFIZIERUNG DER REIZSTRÖME
Nach Ihrer Entstehung und spezifischen Wirkungsweise im Gewerbe, kann die folgende Klassifizierung der verschiedenen Reizströme vorgenommen werden:
MITTELFREQUENTE STRÖME
Dabei handelt es sich um Wechselströme, die durch Überlagerung einer Basisfrequenz (2-9,5KHz) mit einer Modulationsfrequenz (0-250Hz) entstehen. Beim AMF-Strom (amplitudenmodulierter mittelfrequenter Strom) sowie bei den mittelfrequenten Strömen zur Muskelstimulation (KOTS) erfolgt diese Überlagerung bereits im Gerät. Der vormodulierte Strom kann deshalb über nur zwei Elektroden an den Patienten abgegeben werden. Beim klassischen Interferenzstrom IF dagegen erfolgt die Überlagerung der beiden Frequenzen erst im Gewebe des Patienten, weshalb immer vier Elektroden zur Behandlung notwendig sind. Die hohe therapeutische Effektivität mittelfrequenter Ströme ergibt sich durch ihre geringe Hautreizung bei ausgeprägter Tiefenwirkung und damit und damit guter Akzeptanz durch den Patienten.
NIEDERFREQUENTE STRÖME
Als niederfrequent gelten Impulsströme mit Frequenzen unter 1000 Hz. Mit den verschiedenen niederfrequenten Strömen DF, MF, CP, LP (diadynamische Ströme), UR (Ultrareizstrom), HV (Hochvoltstrom), FaS (faradischer Schwellstrom), TENS (mono- oder bidirektionale Rechteckimpulse) und T/R (Exponentialstrom) lässt sich der gesamte o.g. Anwendungsbereich abdecken. Im Gegensatz zu mittelfrequenten Strömen, können bestimmte niederfrequente Ströme auch zur Steigerung der Muskelkraft angewendet werden.
GALVANISCHER STROM
Beim galvanischen Strom (G) handelt es sich um einen Gleichstrom, der das Gewebe mit konstanter Energie durchströmt. Galvanischer Strom wird vorwiegend zur Durchblutungsförderung und Schmerzdämpfung sowie zur Iontophorese (Einbringung eines Präparates mit Hilfe des Stromes) eingesetzt.
EIN ÜBERBLICK ÜBER DIE ULTRASCHALLTHERAPIE
Die Ultraschalltherapie zählt mit der Reizstromtherapie zu den gängigen Behandlungsformen der physikalischen Therapie. Therapeutischer Ultraschall wird mit den Frequenzen 1 MHz und 3 MHz als Dauerschall oder Impulsschall in unterschiedlichen Tastverhältnissen angewendet. Die Ultraschalltherapie wird aufgrund ihrer vielschichtigen Wirkungen der Mechanothermotherapie zugeordnet.
Je nach Therapieparameter (Behandlungsfrequenz, Schallart, Dosis, Behandlungsdauer, -Turnus) steht bei der Ultraschallbehandlung eine thermische Wirkung (Wärmeentwicklung an reflektierenden Grenzschichten des Gewebes, z. B. Knochen, Gelenke) oder eine Mikromassage im behandelten Gewebssegment im Vordergrund. Die Wirkungen der Ultraschalltherapie können wie folgt zusammenfasst werden:
WIRKUNG DER ULTRASCHALLTHERAPIE
- Hyperämisierung
- Beschleunigung von Stoffwechselfunktionen
- (Mikrozirkulation, Diffusionsvorgänge)
- Erhöhung der Dehnbarkeit von Bindegewebsstrukturen (Kollagenfasern)
- Schmerzlinderung
- Muskuläre Detonisierung und Spasmuslösung
- Beschleunigung von Heilungsprozessen
- Stimulierung der Frakturheilung
ANWENDUNGSGEBIETE DER ULTRASCHALLTHERAPIE
- Sehnenentzündungen (z.B. Tennisellenbogen, Achillessehne)
- Muskelfaserrisse
- Arthrose
- Narbenbehandlung
- Schleimbeutelentzündungen
- Rücken- und Nackenschmerzen
- Verklebungen im Gewebe
Da Ultraschall von Luft reflektiert wird, verwendet man zur optimalen Übertragung der Schallwellen vom Ultraschallkopf zum Gewebe ein Kopplungsmittel (Ultraschall-Koppelgel) oder beschallt unter Wasser (subaqual). Eine objektiv reproduzierbare und somit auch für wissenschaftliche Arbeiten valide Dosierung der Ultraschalltherapie ist nach heutigem Stand ausschließlich mit der innovativen Ultraschalldosierung TPS möglich.
HERSTELLER / MANUFACTURER
Enraf-Nonius B.V.
Vareseweg 127
3047 AT Rotterdam
Niederlande
info@enraf-nonius.nl