PHYSIOMED PHYSIODYN Expert (3rd Edition) | Elektrotherapie
PHYSIOMED PHYSIODYN EXPERT (3RD EDITION) | ELEKTROTHERAPIE
Das Elektrotherapiegerät PHYSIODYN Expert 3rd vereint moderne Technologie mit einer besonders anwenderfreundlichen Bedienung. Entwickelt für den professionellen Einsatz in Physiotherapiepraxen, Rehabilitationszentren und Kliniken, unterstützt das System Therapeuten mit einer durchdachten Benutzerführung, klar strukturierten Therapieprogrammen und vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten.
Die Zweikanal-Elektrotherapie mit 21 Stromformen bietet sowohl Basiseinstellungen auf oberster Ebene als auch detaillierte Parametereinstellungen im Expertenmenü, inklusive einer anschaulichen Visualisierung der Stromformparameter. Die zwei Therapiekanäle lassen sich unabhängig voneinander konfigurieren, wodurch auch parallele Anwendungen flexibel realisiert werden können. Die leistungsstarke Technik in Kombination mit der intuitiven Steuerung sorgen dabei für einen schnellen Einstieg in die Behandlung und präzise Anwendungen.
THERAPIEFUNKTIONEN
Für einen besonders schnellen Therapiebeginn stehen mehrere Einstiegsoptionen zur Verfügung. Behandlungen können direkt gestartet, über den Programmspeicher aufgerufen oder über einen integrierten Indikations-Index ausgewählt werden. Die Indikationsliste verfügt über intelligente Filter nach Körperregion, gewünschtem Therapieeffekt oder alphabetisch (inklusive Autovervollständigung der Indikationsnamen), sodass der gewünschte Behandlungsvorschlag besonders schnell und gezielt gefunden werden kann.
Zusätzlich stehen sechs Diagnostik-Menüs, darunter eine verkürzte I/T-Kurvendarstellung, zur Verfügung. Die benutzergeführte Navigation macht die diagnostische Evaluation dabei besonders selbsterklärend und effizient. Während der Auswahl der Behandlung unterstützt das Gerät mit hilfreichen Hinweisen sowie Dosierungsvorschlägen, die als Orientierung dienen. Alle Parameter können jederzeit individuell angepasst werden, sodass die individuellen Anforderungen jeder Behandlung erfüllt werden können.
BEDIENUNG UND STEUERUNG
Die Steuerung erfolgt über ein Zusammenspiel aus 7-Zoll-Farb-Touchscreen und der bewährten PHYSIOMED-Einknopfbedienung. Diese Kombination ermöglicht eine besonders effiziente und intuitive Bedienung aller Funktionen. Das übersichtliche Farbdisplay zeigt jederzeit die wichtigsten Parameter der aktiven Kanäle sowie die verbleibende Therapiezeit an. Der Timer lässt sich einfach einstellen und läuft während der Behandlung automatisch bis zum Programmende herunter. Dadurch behalten Anwender jederzeit den Überblick über die laufende Therapie und alle relevanten Einstellungen. Ein integrierter Bildschirmschoner sorgt zusätzlich für den Schutz des Displays.
Die Intensitätssteuerung erfolgt über einen multifunktionalen Regler mit Komfort-Ausschwellung, die eine besonders präzise Anpassung der Therapieintensität ermöglichen. Gleichzeitig erlaubt dieses Bedienkonzept einen schnellen Wechsel zwischen den beiden Kanälen, sodass die Einstellungen effizient vorgenommen werden können.
SPEICHER- UND EINSTELLMÖGLICHKEITEN
Ein integriertes Favoritenmenü mit Kurzwahlspeicher ermöglicht es, häufig genutzte Programme oder individuell konfigurierte Geräteeinstellungen schnell abzurufen. Zusätzlich bietet das System ein umfangreiches Speichermenü, in dem persönliche Therapieprogramme hinterlegt werden können. Die sogenannte Potpourri-Funktion erlaubt dabei eine flexible Zusammenstellung verschiedener Therapieparameter innerhalb eines Programms.
Zur sicheren und schnellen Verbindung der Reizstromkabel oder des Vakuumgeräts verfügt das Zubehör über eine logische Farbcodierung. Dadurch lassen sich Kanäle und die Polarität eindeutig zuordnen. Fehlanschlüsse werden so effektiv vermieden und die Anwendung bleibt sicher und übersichtlich.
ZUKUNFT UND ZUBEHÖR
Für zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten kann das Gerät optional mit dem PHYSIOVAC Expert zur Vakuumapplikation erweitert werden. Diese Option ermöglicht eine komfortable und effiziente Elektrodenfixierung während der Behandlung. Darüber hinaus verfügt das System über einen integrierten SD-Kartenslot, über den zukünftige Software- und Produktupdates unkompliziert installiert werden können. Dadurch bleibt das Gerät langfristig auf dem aktuellen Stand der Technik.
LIEFERUMFANG
- 1 PHYSIODYN Expert
- 1 Elastik-Gewebeband 6 x 80 cm
- 1 Elastik-Gewebeband 10 x 125 cm
- 1 Netzkabel
- 1 Patientenkabel
- 4 Plattenelektroden EF 50
- 2 Viskosetaschen EF 50
- 1 Gebrauchsanweisung
- 1 Einführung in die Reizstromtherapie
HIGHLIGHTS ELEKTROTHERAPIE
- Zweikanal-Elektrotherapie mit 21 Stromformen mit Expertenmenü
- 6 Diagnostikmenüs selbsterklärend und effektiv
- Spastikerbehandlung nach Hufschmidt und Jantsch
- Alternierende und simultane Stimulation
- Warnhinweise bei Intensitätsüberschreitung
- Handtaster als Not-Aus-Schalter oder für Intentionsübungen (optional)
- Vakuumapplikation mit PHYSIOVAC-Expert (optional)
MITTELFREQUENTE STROMFORMEN
- IF (Klassischer Interferenzstrom)
- AMF (Amplitudenmodulierter mittelfrequenter Strom)
- MT (Mittelfrequente Muskelstimulation)
- KOTS (russische Stimulation)
NIEDERFREQUENTE STROMFORMEN
- G (Galvanisation)
- GMC (Galvanisation mit Mikrostrom)
- DF (Diadynamischer Strom mit fester Phase)
- MF (Diadynamischer Strom stationär einphasig)
- CP (Diadynamischer Strom moduliert in kurzen Zeiträumen)
- LP (Diadynamischer Strom moduliert in langen Zeiträumen)
- UR (Ultrareizstrom nach Träbert)
- HV (Hochvoltstrom)
- TENS (Transkutane Elektrische Nerv-Stimulation)
- MENS (Elektrische Nerv-Stimulation mit Mikrostrom)
- IG 30 (Impulsgalvanisation 30)
- IG 50 (Impulsgalvanisation 50)
- FM (Frequenzmodulierter Strom)
- STOCH (Stochastischer Strom)
- FaS (Faradischer Schwellstrom)
- HVS (Hochvolt-Stimulation)
- T/R (Exponentialstrom)
DIAGNOSTIK
- Faradische Erregbarkeitsprüfung
- Mittelfrequenztest nach Lange
- Akkommodationsquotient
- Rheobase/Chronaxie
- I/T-Kurve (mit grafischer Darstellung des Kurvenverlaufs)
- I/T-Kurve – Schnelltest
EIN ÜBERBLICK ÜBER DIE ELEKTROTHERAPIE
Die Elektrotherapie ist ein wichtiger Baustein der physikalischen Therapie. Reizströme werden über Elektroden (Platten-, Klebe-, Vakuum- oder Spezialelektroden wie z.B. Punkt- oder Kissenelektroden, auf den zu behandelten Bereich/Gewebe aufgebracht. Nicht wenige Elektrotherapiegeräte geben heutE Reizströme nicht mehr in der Form ab die in den Lehrbüchern zu finden ist. PHYSIOMED steht für therapeutischen Erfolg. Es wird ausschließlich, ein sauberer Strom abgegeben. Damit erreichen Sie mit PHYSIOMED-Geräten einen besseren Therapieerfolg.
Je nach Stromform und Auswahl der Parameter, wie z. B. Impulsform, Impulsdauer, Pausenzeit, Frequenz, Intensität, können Reizströme folgende Wirkungen im Behandlungsgebiet hervorrufen:
WIRKUNG DER ELEKTROTHERAPIE
SCHMERZLINDERNDE WIRKUNG
- Gate-Control-Mechanismus: Reizleitung schneller Nervenfasern (Aβ-Fasern) hemmt die Weiterleitung von Schmerzsignalen (Aδ- und C-Fasern) im Rückenmark.
- Endorphinausschüttung: Bestimmte Frequenzen (z. B. bei TENS) regen die körpereigene Produktion von Endorphinen an.
- Durchblutungsförderung: Verbesserte Sauerstoff- und Nährstoffversorgung kann Schmerzen lindern
DURCHBLUTUNGSSTEIGERUNG
- Vasodilatation: Elektrische Reize fördern die Weitstellung von Blutgefäßen.
- Verbesserte Mikrozirkulation: Mehr Sauerstoff im Gewebe, Abtransport von Stoffwechselprodukten.
MUSKELWIRKUNG
- Muskelstimulation (EMS): Aktivierung motorischer Nerven → Muskelkontraktion.
- Prävention von Muskelatrophie: Besonders wichtig bei Immobilisation oder nach Operationen.
- Kräftigung und Tonusregulation: Kann hyper- oder hypotonen Muskelzustand regulieren.
ÖDEM- UND SCHWELLUNGSABBAU
- Förderung des Lymphflusses: Rhythmische Muskelkontraktionen unterstützen den Abtransport von Gewebsflüssigkeit.
- Elektrophorese: Gezielte Einbringung von Medikamenten ins Gewebe (iontophoretischer Effekt).
BEEINFLUSSUNG DES NERVENSYSTEMS
- Erregbarkeit von Nerven: Abhängig von der Stromform kann die Nervenleitfähigkeit gesteigert oder gehemmt werden.
- Vegetative Wirkung: Einfluss auf Sympathikus und Parasympathikus, z. B. Entspannung oder Aktivierung.
GEWEBEREPARATUR UND HEILUNG
- Stimulation der Zellaktivität: Förderung von Fibroblasten und Kollagenbildung.
- Beschleunigung der Wundheilung: Besonders bei bestimmten Mikroströmen (Mikrostromtherapie).
ANWENDUNGSGEBIETE DER ELEKTROTHERAPIE
- Schmerzdämpfung
- Rückenschmerzen, Arthrose, Tennisarm
- Ödeme, Entzündungen, Wundheilung auch in Kombination mit Lymphdrainage
- Rehabilitation neurologischer Erkrankungen wie Schlaganfall oder auch Inkontinenz
- Durchblutungsforderung und Trophikverbesserung
- Nervenstimulation
- Lähmungsbehandlung
- Muskelaufbau, Stimulation, Erhalt
- Muskuläre Detonisierung
- Iontophorese
KLASSIFIZIERUNG DER REIZSTRÖME
Nach Ihrer Entstehung und spezifischen Wirkungsweise im Gewerbe, kann die folgende Klassifizierung der verschiedenen Reizströme vorgenommen werden:
MITTELFREQUENTE STRÖME
Dabei handelt es sich um Wechselströme, die durch Überlagerung einer Basisfrequenz (2-9,5KHz) mit einer Modulationsfrequenz (0-250Hz) entstehen. Beim AMF-Strom (amplitudenmodulierter mittelfrequenter Strom) sowie bei den mittelfrequenten Strömen zur Muskelstimulation (KOTS) erfolgt diese Überlagerung bereits im Gerät. Der vormodulierte Strom kann deshalb über nur zwei Elektroden an den Patienten abgegeben werden. Beim klassischen Interferenzstrom IF dagegen erfolgt die Überlagerung der beiden Frequenzen erst im Gewebe des Patienten, weshalb immer vier Elektroden zur Behandlung notwendig sind. Die hohe therapeutische Effektivität mittelfrequenter Ströme ergibt sich durch ihre geringe Hautreizung bei ausgeprägter Tiefenwirkung und damit und damit guter Akzeptanz durch den Patienten.
NIEDERFREQUENTE STRÖME
Als niederfrequent gelten Impulsströme mit Frequenzen unter 1000 Hz. Mit den verschiedenen niederfrequenten Strömen DF, MF, CP, LP (diadynamische Ströme), UR (Ultrareizstrom), HV (Hochvoltstrom), FaS (faradischer Schwellstrom), TENS (mono- oder bidirektionale Rechteckimpulse) und T/R (Exponentialstrom) lässt sich der gesamte o.g. Anwendungsbereich abdecken. Im Gegensatz zu mittelfrequenten Strömen, können bestimmte niederfrequente Ströme auch zur Steigerung der Muskelkraft angewendet werden.
GALVANISCHER STROM
Beim galvanischen Strom (G) handelt es sich um einen Gleichstrom, der das Gewebe mit konstanter Energie durchströmt. Galvanischer Strom wird vorwiegend zur Durchblutungsförderung und Schmerzdämpfung sowie zur Iontophorese (Einbringung eines Präparates mit Hilfe des Stromes) eingesetzt.
Detaillierte Informationen finden sie in der im Lieferumfang enthaltenen Broschüre „Einführung in die Reizstromtherapie“. Sie enthält eine ausführliche Einführung in die Reizstromtherapie mit praktischen Anwendungsbeispielen.
HERSTELLER / MANUFACTURER
PHYSIOMED ELEKTROMEDIZIN AG
Hutweide 10
91220 Schnaittach
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